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Warum Kalibrierung wichtig ist

Das Gesetz vom 11. Mai 2001 „Maß- und Gewichtsgesetz” verpflichtete zur gesetzlichen metrologischen Kontrolle von Stromzählern sowie von Strom- und Spannungswandlern der Genauigkeitsklasse 0,5 und genauer, die mit Zählern zusammenarbeiten (diese unterlagen der Eichpflicht).

Die Einzelheiten der Prüfungen wurden in der Verordnung des Wirtschaftsministers vom 19. April 2007 über die Anforderungen an Messwandler der Genauigkeitsklasse 0,5 und genauer für den Einsatz mit Wirkenergie-Wechselstromzählern sowie den detaillierten Umfang der Prüfungen und Kontrollen im Rahmen der gesetzlichen metrologischen Kontrolle dieser Messgeräte festgelegt.

Der Wirtschaftsminister hat die oben genannte Verordnung durch Verordnung vom 4. Januar 2008 aufgehoben.

Die Tatsache, dass Messwandler heute keiner gesetzlichen metrologischen Kontrolle unterliegen, bedeutet lediglich, dass ihre Eichung durch das Hauptamt für Maße nicht mehr erforderlich ist. Daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, dass Installateure oder Betreiber von Mess- und Abrechnungssystemen von der Pflicht zur Überprüfung der metrologischen Eigenschaften der Messwandler entbunden sind, die als integraler Bestandteil dieser Systeme einen wesentlichen Einfluss auf die Genauigkeit der elektrischen Energiemessung haben.

Aktuelle Vorschriften

Derzeit gilt die Verordnung des Wirtschaftsministers vom 4. Mai 2007 (GBl. Nr. 93, Pos. 623) über die detaillierten Betriebsbedingungen des Elektroenergesystems, die in Kapitel II besagt:

1.

Geräte, die Teil eines Mess- und Abrechnungssystems sind, müssen eine Eichung oder Typzulassung gemäß den für das jeweilige Gerät festgelegten Anforderungen besitzen.

2.

Bei Geräten, für die keine Eichung oder Typzulassung erforderlich ist, muss das Gerät über ein geeignetes Zertifikat verfügen, das die Messrichtigkeit bestätigt (Kalibrierzertifikat).

Rechtsverbindlich ist auch die Verordnung des Entwicklungsministers vom 2. Juni 2016 über die Anforderungen an Messgeräte, die bestimmt, dass:

§21. Zusatzgeräte, die direkt oder ferngesteuert an ein Messgerät angeschlossen sind, dürfen dessen metrologische Eigenschaften nicht unzulässig beeinflussen.

Praktische Erfahrung

Für die absolute Notwendigkeit der Kalibrierung von Messwandlern vor ihrer Inbetriebnahme spricht vor allem unsere Erfahrung, die wir als akkreditiertes Kalibrierlabor gesammelt haben.

Bei der Kalibrierung neu hergestellter Strom- und Spannungswandler für den Einsatz in Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetzen sind wir wiederholt auf Abweichungen zwischen der vom Hersteller angegebenen Genauigkeitsklasse und den tatsächlichen Messwerten gestoßen.

Ursachen der Nichtkonformität

Unterschiede zwischen der deklarierten Genauigkeitsklasse und den tatsächlichen Fehlerwerten der zur Installation vorbereiteten Messwandler können u. a. verursacht werden durch:

  • Materialfehler an den Wandlerkernen,
  • Montagefehler, z. B. am Übersetzungsverhältnis-Umschaltsystem,
  • unvorhergesehene Ereignisse beim Transport,
  • die Tatsache, dass Hersteller die abschließende Genauigkeitsprüfung (Kalibrierung) der Wandler häufig nur in einem gegenüber den einschlägigen Normanforderungen unvollständigen Umfang durchführen.

Beispiel aus der praktischen Erfahrung

Bei mehrstufigen Stromwandlern, selbst von renommierten Herstellern, kommt es vor, dass bei der Abschlusskontrolle des Herstellers die Genauigkeit nur für ein Nennübersetzungsverhältnis geprüft wurde. Beispielsweise kann sich bei der Kalibrierung am Installationsort herausstellen, dass ein zweistufiger Stromwandler bei einem Nennprimärstrom von 2000 A die Anforderungen der Genauigkeitsklasse 0,2 erfüllt, während er bei einem Nennprimärstrom von 1000 A die Anforderungen der Genauigkeitsklasse 3 kaum erfüllt.

Konsequenzen

Die Inbetriebnahme von Messwandlern, deren metrologische Eigenschaften ausschließlich auf der Grundlage unvollständiger Abschlussmessungen des Herstellers akzeptiert werden, kann in Zukunft zu erheblichen finanziellen Konsequenzen führen, die sowohl entstehen durch:

💰

die Notwendigkeit des Austauschs fehlerhafter Messwandler

📊

die Korrektur der Anzeigen von Stromzählern

Solche Korrekturmaßnahmen erfordern eine spezialisierte Diagnose und Verifizierung und sind sowohl zeitaufwendig als auch kostspielig.

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Dies ist eine hervorragende Gelegenheit, Erfahrungen in einem akkreditierten Labor zu sammeln und sich in den Bereichen Messtechnik, Metrologie und Energietechnik weiterzuentwickeln.

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Stellvertretender Laborleiter

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